Die Bezeich­nung Ethische Bildung wird meist in einem engeren Sinne gebraucht und bezieht sich auf die Bereiche des Bildungs­sy­stems, die sich speziell mit Ethik beschäf­tigen und inner­halb eines oder mehrerer Lehr­fä­cher orga­ni­siert sind. Häufig ist ethische Bildung auch mit Reli­gi­ons­un­ter­richt verknüpft und bietet ein Lehr­fach, in dem Kinder und Jugend­liche über Welt­re­li­gionen lernen und in ihrer Entwicklung von Glauben und Wert­vor­stel­lungen unter­stützt werden. Ethische Bildung konzen­triert sich häufig auf Glau­bens- und Werte­sy­steme, unter­schied­liche Tradi­tionen und Blick­winkel, die kennen­ge­lernt, verstanden und respek­tiert werden sollen. Dabei liegt der Fokus vor allem darauf, wie sie Handeln beein­flussen und wie fried­li­ches Zusam­men­leben gelingen kann.

Nord und Haynes (2015) schreiben, dass ethische Bildung zwei Haupt­aspekte umfasst: Der erste Aspekt ist die ‘mora­li­sche Sozia­li­sa­tion’, was bedeutet, grund­le­gende Normen, Werte und Tugenden in Kindern zu fördern, die in der Gesell­schaft weit­ge­hend akzep­tiert sind und als entschei­dend für ein prospe­rie­rendes und gutes Leben gelten. Der zweite Aspekt betrifft die Entwicklung intel­lek­tu­eller Ressourcen, Fähig­keiten und Kompe­tenzen, die fundierte und verant­wor­tungs­be­wusste mora­li­sche Urteile, Entschei­dungen und Hand­lungen ermög­li­chen.

Siehe auch: Bildung, Erzie­hung, Werte, Werte­erziehungMoral­entwicklung

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