Unter dem Begriff Regel kann eine aus einer bestimmten Regel­mä­ßigkeit abgeleitete – aus Erfah­rungen und Erkennt­nissen gewonnene – in Überein­kunft festge­legte und für einen bestimmten Bereich als verbindlich geltende Richt­linie verstanden werden. Sie sind nicht rechts­ver­bindlich, das unter­scheidet sie von Gesetzen.

Worther­kunft: latei­nisch regula „Richt­schnur, Maßstab“
Synonym: Grund­regel, Richt­linie, Leitfaden

Siehe auch: Grund­werte, Kultur, Werte, Ethik­kodex, Goldene Regel

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Der Religi­ons­un­ter­richt (umgangs­sprachlich früher: die Religi­ons­lehre) dient, aus Sicht der betref­fenden Glaubens­ge­mein­schaft, der religiösen Bildung, Erziehung und Sozia­li­sation von Schüle­rinnen und Schülern. Die wesent­liche Aufgabe des Religi­ons­un­ter­richts ist, in die Glaubens­in­halte, Geschichte und Werte­sy­steme einer oder verschie­dener Religionen einzu­führen und Wissen über Tradi­tionen und Weltan­schau­ungen zu vermitteln.

An öffent­lichen Schulen wird in der Regel der Religi­ons­un­ter­richt von einer Lehrkraft erteilt, die der betref­fenden Religi­ons­ge­mein­schaft angehörig ist. Der Religi­ons­un­ter­richt setzt somit nicht voraus, von einem neutralen Stand­punkt aus gelehrt zu werden. Im Unter­richt zur ethischen Bildung und Werte­erziehung oder der Religi­ons­kunde hingegen haben Lehrkräfte ihre eigenen Bekennt­nisse und Überzeu­gungen zurück­zu­stellen und lediglich verglei­chende Kennt­nisse über verschiedene Religionen und deren Glaubens­lehren vermitteln.

Innerhalb Europas unter­scheiden sich die schuli­schen Einbin­dungen und Gestal­tungen des Religi­ons­un­ter­richts in die staat­lichen Bildungs­sy­steme erheblich. Ein Beispiel, in Italien ist der Religi­ons­un­ter­richt in allen staat­lichen Schulen ein Wahlfach. Eltern, die diese Form des Religi­ons­un­ter­richts nicht wünschen, müssen ihre Kinder explizit vom Unter­richt abmelden. In Luxemburg wurde hingegen der Religi­ons­un­ter­richt als reguläres Unter­richtsfach abgeschafft und durch einen einheit­lichen und verpflich­tenden Werteunterricht ersetzt. Mit der Abschaffung des Religi­ons­un­ter­richts soll eine Trennung von Religion und Staat erreicht werden.

Siehe auch: Kultur, Ethische Bildung und Werte­erziehung (EBW)

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Bedeu­tungs­be­griff im Sinne eines Regel- oder Normbe­griffs, synonym siehe den Begriff: Normen